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Photo: Kimmo Brandt
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22.05.2013
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 Geschichte Helsinkis

Schwedische Herrschaft

Helsinki wurde vom schwedischen König Gustav Wasa im Jahre 1550 am Ufer des Vantaa-Flusses gegründet. Er befahl, dass alle Einwohner von Rauma, Ulvila, Porvoo und Tammisaari in die neue Hauptstadt ziehen mussten.

Ziel der neuen Stadt war es, Tallinn (Reval), das sich am gegenüberliegenden Ufer des Finnischen Meerbusens befindet, Konkurrenz um Geschäfte mit Russland zu machen. Tallinn wurde allerdings bald ein Teil Schwedens, was wiederum die Entwicklung von Helsinki verlangsamte. Um den Hafen zu verbessern, wurde die Stadt umgesiedelt. Wo heute der Stadtteil Kruununhaka liegt, entstand das neue Helsinki.

In den ersten 200 Jahren war Helsinki eine normale Kleinstadt. Die Bedeutung der Stadt stieg jedoch im Jahr 1748 als Schweden infolge kriegerischer Auseinandersetzungen die östlichen Gebiete an Russland verlor. An der Küste direkt vor Helsinki wurde mit den Bauarbeiten für eine Festungsinsel begonnen, um den östlichen Teil des Königreichs zu schützen. Die Festungsinsel mit dem Namen Suomenlinna (Sveaborg auf Schwedisch) zählt zu den größten Europas. Bald wurde sie auch das „Gibraltar des Nordens“ genannt. Heute gehört die Festungsinsel zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Autonomes Großfürstentum des russischen Zaren

Nach dem Krieg zwischen Schweden und Russland wurde Finnland 1809 russisches autonomes Großfürstentum; drei Jahre später wurde Helsinki Hauptstadt dieses Großfürstentums. Zu dieser Zeit entstand u. a. das historische Empire-Zentrum am Dom.

Im 19. Jahrhundert wuchs Helsinki schnell zu einer modernen europäischen Stadt heran. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts überschritt die Einwohnerzahl von Helsinki die 100.000er-Marke.

Die Hauptstadt des unabhängigen Finnlands

Mit der Unabhängigkeit Finnlands im Jahr 1917 wurde Helsinki die Hauptstadt des Landes.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Helsinki durch die Sowjetunion stark bombardiert. Dank einer effektiven Luftabwehr trafen allerdings nur 5 % der Bomben das Stadtgebiet; die Schäden blieben gering: Bei 1.500 Bombardements starben 150 Personen; insgesamt wurden nur rund 100 Häuser zerstört.

Rasantes Wachstum nach dem Zweiten Weltkrieg

Am Ende des Krieges 1944 hatte Helsinki 275.000 Einwohner. Das starke Bevölkerungswachstum forderte regionale Lösungen für neue strukturelle Vorhaben. Im Jahr 1946 wurden die Gemeinden Huopalahti, Oulunkylä, Kulosaari, die Stadt Haaga und ein großer Teil der Landgemeinde Helsinki (heute Stadt Vantaa) mit der Stadt Helsinki zwangseingemeindet. Die Einwohnerzahl von Helsinki wuchs um 51.000; die Fläche verfünffachte sich.

Die Eingemeindung von Vuosaari erfolgte 1966 u. a. wegen des geplanten neuen Hafens. Die endgültige Entscheidung über das Bauvorhaben wurde allerdings erst später getroffen und die Fertigstellung erfolgte erst 2008.

Anfang 2009 wurden Teile der Gemeinde Sipoo sowie der Stadt Vantaa eingemeindet.

Dem Zweiten Weltkrieg folgte eine Phase des Baubooms, welche in den 60er Jahren der Hauptstadtregion den Charakter einer urbanen Metropolregion gab. Die Grenze von einer halben Million Einwohner überschritt Helsinki im Jahr 1965, aber schrittweise verlagerte sich das Bevölkerungswachstum immer weiter weg vom Zentrum hin in die Nachbargemeinden.

Eine Phase von großen städtischen Bauvorhaben erlebte Helsinki in den 70er und 80er Jahren. Viele Neubebauungen entstanden in der Nähe der alten Vorstädte mit einer schnellen Zugverbindung in die Hauptstadt. Eine dicht bebaute städtische Infrastruktur entstand u. a. in den Stadtteilen Malmi und Tapanila sowie in den östlichen Vorstädten.

Metro

Nach Pariser oder St. Petersburger Vorbild wurde 1982 die Metro als neues Verkehrsmittel in Betrieb genommen. Sie ist zentraler Teil des öffentlichen Verkehrsnetzes und transportiert täglich mehr als 200.000 Fahrgäste. Eine Erweiterung der Metro zum benachbarten Espoo im Westen begann 2010 und soll Ende 2015 im Betrieb genommen werden.

Hafenumzug und neuer Bauboom

Helsinkis Frachthafen ist im Jahr 2008 vom innenstadtnahen Länsisatama (Westhafen) nach Vuosaari in Ost-Helsinki umgezogen. Der Umzug hat einen neuen Bauboom ausgelöst, als viel Land in der Innenstadt neu zur Verfügung stand. Bis 2030 entstehen auf alten Hafen und Industriegebieten in Jätkäsaari, Kalasatama und Kruunuvuorenranta neue maritime Stadtteile mit Wohnungen für 44.000 Einwohner.

Neue Wohngebiete am Meer: Weitere Informationen über die neuen Wohngebiete finden Sie hier.

Heute wohnen in Helsinki ca. 600.000 Menschen.


26.09.2012





 
   
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